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Eine Dame hat Gewonnen!

Nach dem letzten Heimspiel gibt es eine Gewinnerin. Die Gewinnerin ist Anne F. aus Weißwasser. Der ausgesuchte Spieler ist unser Verteidiger Burlin.

Der Fanrat

 

Auch diesmal kein Gewinner

Nach der Tipprunde am Wochenende gibt es wieder kein Gewinner.

Wir hoffen weiter auf zahlreiche Teilnehmer.

Der Fanrat

 

Bericht zum D-Cup Wochenende Eishockeydeutschland ist „PRO FAN"

Vom 9.-11.11.2012 fand mal wieder der Deutschland Cup in München statt. In sechs Partien spielten Kanada, Schweiz, Slowakei und Gastgeber Deutschland den Sieger aus. Der sportliche Aspekt zuerst: Ungeschlagen konnte die Auswahl rund um den neuen Coach Pat Cortina das Turnier für sich entscheiden. An dieser Stelle nochmals Glückwunsch an die Nationalmannschaft.

In der Kritik stand vorab der Punkt, dass aufgrund des LockOuts der NHL in den Medien mit der Teilnahme von Spielern der nordamerikanischen Profi-Liga geworben wurde. Namen wie Goc, Seidenberg oder Ehrhoff wurden für das deutsche Team hoch gehandelt. Ergebnis: Nicht ein NHL-Spieler stand an dem Wochenende in München auf dem Eis. Neben der verletzungsbedingten Absage von Goc war vor allem der Mangel an Kommunikation ausschlaggebend. Während manche Spieler gar nicht erst gefragt wurden und somit aus privaten Gründen eine Teilnahme verneinen mussten, kam bei Ehrhoff die Versicherungsproblematik zum Tragen. Hier hat eindeutig der DEB seine Chance verpasst, das Turnier attraktiver zu gestalten (Stellungnahme Uwe Harnos s.u.).

Auch der Umzug von der großen Olympia Halle in die Olympia Eissporthalle – Spielstätte des EHC Red Bull München – sorgte im Vorfeld für Aufregung. Für einen Eishockeyfan ist es natürlich schön, Spiele in „richtigen“ Eishallen zu verfolgen. Jedoch war die Kombination „Umzug in eine kleinere, luxusärmere Halle – Erhöhung der Eintrittspreise“ mehr als ungünstig. Zudem war es nicht möglich, Einzeltickets für die jeweiligen Spiele zu erwerben. Alles in allem eine recht unkluge Marketing-Strategie des DEB, der nach der WM-Pleite in Stockholm gegenüber den langjährigen, eingefleischten Fans eigentlich etwas hätte gut machen sollen / können / müssen.

Wie dem auch sei… Eishockeyfans aus der ganzen Republik gesellten sich zu dem Spektakel, um in bunter Runde unter „normalen Leuten“ ein Eishockeywochenende voller Spaß zu erleben. Am Freitag nach dem Spiel ging es mit einem Partybus zur etwas anderen Stadtrundfahrt. Am Samstagmorgen ab 10:00 Uhr versammelten sich rund 150 Fans in der Clemensburg zum mittlerweile traditionellen D-Cup-Frühschoppen.

Direkt im Anschluss ging es mit Bannern, Fähnchen und Polizeieskorte in schwarz-rot-goldener Aufmachung in Richtung Olympia Eissporthalle. Ziel dieses organisierten Fanmarsches war nicht etwa das Demonstrieren gegen Strukturen, Personen oder sonstige Missstände im Eishockey. Es ging hier vielmehr darum, auf die Wünsche der Fans aufmerksam zu machen. Daher stand die „Demo“ unter dem allgemein gefassten Slogan „PRO FAN“, wobei sich dahinter die Punkte „Pro Faire Strukturen, Pro Auf- und Abstieg, Pro Nachwuchs“ verbergen. Zum Abschluss richteten Sascha „Bomber“ Hartung, Peter „Bäda“ Saller und Jennifer „Büggy“ Bügers noch ein paar warme Worte an die versammelten Fans. Hier die Kundgebung für jedermann zum Nachlesen, u.a. mit den Erläuterungen zu „PRO FAN“:

„Hallo Freunde und Fans unseres geliebten Eishockeysportes,

Es freut uns Organisatoren, dass ihr so zahlreich hier erschienen seid. Heute sind wir alle PRO FAN. Warum diese Aktion – warum dieser Marsch?

Man kann nicht abstreiten, dass in der Vergangenheit einiges auf ein Gegeneinander der Verbände DEB, DEL, ESBG und Landesverbände hingedeutet hat. Für die Verbände scheint Zusammenarbeit ein Fremdwort, jeder hat sich die Schuld gegenseitig in die Schuhe geschoben und die Fans haben auch noch ihren Unmut darüber kundgetan. Und somit haben wir alle für ein schlechtes Image gesorgt.
Liebe Fans, unser Anliegen ist heute ein anderes! Unsere Worte sind heute nicht dazu gedacht, Schuldige auszumachen. Wir möchten lediglich zusammenfassend auf diverse Missstände des deutschen Eishockeys und daraus resultierende Wünsche der Fans aufmerksam machen. Heute sind wir alle pro. Und zwar PRO FAN.
Viele werden schon davon gehört oder gelesen haben. Im Vorfeld haben wir uns Gedanken gemacht was uns Fans wichtig ist und worüber wir die letzten Jahre immer gesprochen haben. Und wir sollten für diese Punkte stehen – PRO sein!  Positiv auf unsere Wünsche aufmerksam machen! Wir sind nicht nur FANS – sondern auch KUNDEN des Deutschen Eishockeys! Und wir wünschen uns, das die Verbände auch mal ein offene Ohr für die Kunden hat!
Was ist PRO FAN? FAN steht hier nicht nur für die Eishockeyfans als solche. Bei FAN handelt es sich um ein Kürzel, dass unsere sehnlichsten Wünsche für unseren Sport zum Ausdruck bringen: Pro Faire Strukturen. Pro Auf- und Abstieg. Pro Nachwuchs. Drei Säulen, die existenziell für das deutsche Eishockey sind!

Punkt 1 - Pro Faire Strukturen.
Betrachten wir den derzeitigen Ist-Zustand. Die Landesverbände handeln, wie sie es gerade für richtig halten. Die Oberliga Süd gehört zum DEB, die anderen haben einen Platz unter dem Dach der ESBG. Die ESBG spielt mal mit 13, mal mit 14 Vereinen. Die DEL hätten wir dann auch noch – abgeschottet und niemandem etwas schuldig. Jahr für Jahr warten die Fans voller Schrecken, was diesmal in der Sommerpause für Kleinkriege ausgetragen werden und welche Bande diesmal geknüpft oder gelöst werden.
Nein, so kann es nicht weitergehen. Die Strukturen müssen fair gestaltet werden. Sie müssen einfach und überschaubar sein. Und vor allem müssen sie beständig sein, damit alle Verantwortlichen jederzeit ihre Aufgaben kennen und sie mit größtmöglichem Einsatz langfristig erfüllen können.

Punkt 2 – Pro Auf- und Abstieg.
Ein Schmankerl im deutschen Eishockey. Dieses Thema wurde schon rauf und runter diskutiert. Sportlicher Aufstieg in die DEL nicht möglich. Ein ominöser 9000-Punkte-Plan erschwert eine DEL-Teilnahme noch weiter. In den unteren Ligen werden sportliche Aufstiege durch Vereine verweigert, unter finanziellen Aspekten Aufsteiger ermittelt. Am grünen Tisch wird entschieden, dass Absteiger in der Liga bleiben können und – Stichwort Bremerhaven – im folgenden Jahr auch nicht absteigen können, weil es einfach mal keinen Absteiger geben wird. Finanzielle und wirtschaftliche Interessen in allen Ehren. Aber bitte, der sportliche Reiz wird an dieser Stelle mit Füßen getreten und das Ansehen des Sports sinkt bei der breiten Masse noch weiter, weil sie es noch weniger nachvollziehen kann als der eingefleischte Fan. Bitte, Eishockeydeutschland, ändere etwas!!! Wir sind Pro Auf- und Abstieg!

Punkt 3 – Pro Nachwuchs.
Kinder sind unsere Zukunft. Das sehen nicht nur die deutschen Rentenkassen so. Auch Eishockeyfans sind der Meinung, dass gute Nachwuchsarbeit der Unterbau für ein stabiles System ist. Zum einen muss die Förderlizenzregelung zwischen DEL und Bundesliga schnellstens wieder eingeführt werden. Zum anderen muss aber  vor allem bei vielen DEL-Clubs die Nachwuchsarbeit eine höhere Priorität und mehr Beachtung bekommen. Es kann nicht Sinn und Zweck der Übung sein, dass DEL-Vereine die Talente aus den Nachwuchsbereichen der unteren Ligen einsammeln, während die eigene Arbeit für den Nachwuchs so mager ausfällt. Vielleicht sollte man sich hier mal über Ablösesummen oder Ausbildungsentschädigungen einigen. Denn die jahrelange Arbeit, die jungen Talente zu formen und zu fördern, lag hier nicht bei den Vereinen, wo sie am Ende eingesetzt sind. Wir, die Fans,  wünschen uns also, dass Nachwuchsarbeit auch bei allen Vereinen der DEL, der ESBG und den Landesverbänden gleichermaßen groß geschrieben und in angemessenem Umfang betrieben wird. Denn jeder Star fängt mal klein an!

Das alles beinhaltet also PRO FAN. Es tut mir, euch, uns allen (!) in der Seele weh, unseren Sport am Rande des Abgrundes zu sehen. Denn genau da befinden wir uns zur Zeit. Der schnellste und härteste Mannschaftssport wird bald unter den chaotischen, unzureichenden Strukturen zerbrechen, wenn sich nicht schnell, sehr schnell etwas in die richtige Richtung bewegt.
Und diese Richtung haben wir bereits angesprochen. Pro Faire Strukturen. Pro Auf- und Abstieg. Pro Nachwuchs. Wir werden weiterhin für dieses Motto kämpfen. Wie heißt es bei der EEHF: „Gegeneinander um Punkte, gemeinsam für unseren Sport.“
Wir Fans wollen hiermit ein Zeichen setzen, dass wir auch als Partner der Verbände angenommen und angesprochen werden möchten! Wir sind bereit, unserem Sport zu helfen, für ihn da zu sein sowie positiv und zukunftsorientiert mitzuarbeiten!

Wir Fans sind PRO FAN. Wir hoffen, dass die Verantwortlichen der Verbände es auch sind!?

Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit!
Und lasst die Olympia Eissporthalle stimmungstechnisch erbeben!
Schönes Spiel & gute Stimmung!“

Am Sonntag versammelten sich dann Fanvertreter aus ganz Deutschland, um sich beim runden Tisch auszutauschen. Es waren Fanbeauftragte aus DEL, der zweiten Liga sowie aus diversen Oberligen anwesend, dazu die neu eingesetzte Fanbeauftragte des DEB, Jana Mooslechner, die sich um die Räumlichkeiten, kalte Getränke und Vitamine für die zum Teil weit angereisten Gäste bemühte. Als Gäste und „Gesprächspartner“ konnten Uwe Harnos (DEB), Manuel Hüttl (DEB), Alexander Jäger (ESBG) und Stefan Wagner (Geschäftsführer von Schwenningen) begrüßt werden.

Mit einer halben Stunde Verspätung, die aus Kommunikationsproblemen im Vorfeld zum Austragungsort resultierte, begrüßte Jana Mooslechner die Fanvertreter sowie die Verbands- und Vereinsoffiziellen zum zweiten runden Tisch in dieser Form (Tagesordnungspunkt 1). Sie übernahm außerdem die Moderation der Veranstaltung aufgrund einer kurzfristigen Absage des Moderators.

Zum Tagesordnungspunkt 2  wurde Thorsten Eikmeier das Wort erteilt zum Vortrag „Ausschreitungen in Hamburg (Oberliga)“. Eikmeier ist einer von drei Fanbeauftragten des Fußballsvereins Hamburger SV und arbeitet dort im 1983 gegründeten Fanprojekt mit. Er erläuterte die Arbeit des Fanprojekts, welches durch regelmäßige Angebote und einzelne Projekte das Ziel verfolgt, ein friedliches Miteinander zu erreichen und vor allem zu etablieren. Er erklärt, wie die Fanbeauftragten als Vermittler zwischen Fans und Verein, zwischen Fans und Ordnungsdienst/Polizei sowie zwischen Fans und Fans agieren. Auch Stadionverbote wurden in dem Vortrag thematisiert. Beim HSV ist es zum Beispiel Standard, dass ein Ausschuss zusammen kommt, um Stadionverbote fair und gerecht zu verteilen.
Sinn und Zweck des Vortrags war es, die Brücke zum Eishockey zu schlagen, da die Eishockeyabteilung des Hamburger SV in junger Vergangenheit zunehmende Probleme mit Fußballfans aus dem eigenen Verein hatte. Ultras, u.a. Personen mit Stadionverboten, erkannten den Eishockeysport als Möglichkeit, einerseits ihren Stammverein zu unterstützen, andererseits aber auch, um sich darzustellen, der Pyrotechnik  zu frönen und ihre Gewaltbereitschaft zur Schau zu Stellen. Zunächst haben sich die jungen Fans nur bei Heimspielen eingefunden, aber nach kurzer Zeit wurde auch der Spaß an Auswärtsfahrten gefunden. Vor allem das Derby in Adendorf stellte großes Konfliktpotential dar. Der HSV war stets bemüht, den vor allem ultraorientierten Fans ein gewisses Unrechtsbewusstsein beizubringen. Ihnen war nicht klar, dass durch diverse Pyroaktionen, Sachbeschädigungen oder körperliche Übergriffe vor allem dem eigenen Verein geschadet wird.
So wurde hier an diversen Lösungsansätzen gearbeitet, als sogar die Überlegung im Raum stand, den HSV vom Spielbetrieb auszuschließen. Wichtig ist hier die Erkenntnis, dass nicht alle der 50 Fußballfans „auf Krawall gebürstet“ sind. Vielmehr muss in solchen Fällen auf die sog. Meinungsmacher eingewirkt werden, um auf diese Weise eine allumfassend positive Stimmung zu verbreiten. So kann auch die Kreativität und die Energie der jungen Leute genutzt werden, beispielsweise für diverse Projekte, Touren oder Choreos. Der Kontakt zwischen Verein und Fans muss intensiviert werden, damit die Fans rechtzeitig erkennen, dass diverse Aktionen dem Verein mehr schaden als nützen. Beim HSV wurde außerdem ein regelmäßiger runder Tisch mit den Meinungsmachern eingerichtet, um hier Lob, Kritik und neue Ideen zu thematisieren.
Die Verantwortlichen der Fanszene erhoffen sich in diesem Punkt eine „Selbstregulierung“, die die Unterstützung aus den Kreisen der Fanbeauftragten irgendwann erübrigt. Sie scheinen hier auf einem guten Weg zu sein.
Aus Kreisen der Fanvertreter richtete sich nach dem Vortrag die Frage an die Gäste vom DEB, wie er zu der Problematik „Gewalt im Eishockey“ stehen würde. Hüttl ergriff das Wort und erläuterte, dass man über die Landesverbände zwar mit solchen Themen konfrontiert wurde, es für sie aber immer noch Einzelfälle seien. Diese Meinung wurde auch beibehalten, als die aktuellen Vorfälle Landshut, Bietigheim und Kaufbeuren angesprochen wurden. Hüttl räumte jedoch ein, dass die Thematik in Zukunft ggf. aufgegriffen und in passenden Diskussionsrunden breiter diskutiert wird, ein Austausch mit Fußballerfahrenen vorgenommen und der Kontakt zu dem Thema mit dem DFB intensiviert werden soll.

Als TOP 3 stand nun die „Gesprächsrunde mit Vertretern des DEB (Harnos, Hüttl), ESBG (Jäger) und Schwenningen (Wagner)“  auf dem Plan. Zunächst wurden die „leichten“ Punkte abgehandelt, bis es an die eingemachten Themen ging. Außerdem gab es noch Fragen aus den Reihen der Fanvertreter.
[Kommentar: Aufgrund des an manchen Stellen mehr als hitzigen Gesprächsverlaufs kann eine Vollständigkeit der Meinungen und Aussagen im Folgenden nicht garantiert werden. Es kann kein Zufall gewesen sein, dass das Treffen am 11.11. rund um 11:11 Uhr stattgefunden hat…]

WM-Ticketing
Es wurde bereits ein Link auf der DEB-Homepage eingerichtet, um Tickets zu bestellen. Fanreisen werden seitens der Fanbeauftragten – auf Anfrage auch individuell – angeboten. Es wurde vom Verband arrangiert, dass die deutschen Fans einen gemeinsamen Block in Helsinki zur Verfügung haben. Die Möglichkeit, Einzeltickets zu erwerben, wurde von Harnos verneint. Dabei handelt es sich allerdings um eine Fehlinformation. Vor etwa zwei bis drei Wochen kam eine Mail von Robert Schütt (DEB), dass Einzeltickets käuflich zu erwerben sind.
[Kommentar: Schön ist, wenn die rechte Hand weiß, was die linke Hand tut.]

WM Bewerbung 2017
Harnos berichtet, dass sich Deutschland und Frankreich mittlerweile bei der Bewerbung zusammengeschlossen haben. Dies sei so zulässig, da es sich um Nachbarländer handelt. Frankreich bietet Paris als Spielstätte an, der DEB verhandelt derzeit noch mit Köln (Lanxess Arena) und Berlin (O2-World). Als Konkurrenten für diese Bewerbung stehen Lettland und Dänemark im Fokus, die sich – trotz mangelnder Landesgrenzen – ebenfalls zu einer Kooperation entschlossen haben. Inwieweit diese gemeinsame Bewerbung zulässig ist, wird noch geklärt.
Die Entscheidung für die Weltmeisterschaft 2017 wird im Mai in Helsinki fallen. Der DEB hat den Wunsch, dass auch der Austragungsort 2018 hier entschieden wird, um positiv auf Lettland und Dänemark einzuwirken, dass sie sich auf die WM 2018 konzentrieren. Der Verband werde auch vorab noch mit Verantwortlichen aus Lettland und Dänemark zusammen sitzen, um über Möglichkeiten zu verhandeln.

Olympiaqualifikation 2012 in Bietigheim-Bissingen
Die Tickets werden über die IIHF-Seite angeboten. Ein direkter Erwerb über die DEB-Seite ist (noch?) nicht möglich. Die Gegner der deutschen Nationalmannschaft sind Italien und Österreich. Der dritte Gegner wurde am D-Cup-Wochenende in diversen Turnieren ermittelt. [Anmerkung: Es sind die Nachbarn aus den Niederlanden.]
Es wurde durch Harnos deutlich gemacht, dass die Qualifikation zu den olympischen Spielen auf mehreren Ebenen überaus wichtig sei. Zum einen ginge es hier um einen anstehenden Imageverluste, wenn Deutschland diesmal nicht bei der Olympiade dabei wäre. Zum anderen, was wohl erheblich dramatischere Auswirkungen haben würde, ginge es hier um Bares. Dem DEB fehle – im Falle einer Nichtteilnahme – ein kalkulierter Betrag von etwa einer Millionen Euro auf der Habenseite.

Umsetzung der Agenda 2018
Hüttl erläuterte kurz das Projekt „Eisflächen in Deutschland“. Es wurde ins Leben gerufen, da für den Nachwuchs zu wenig Eisflächen zur Verfügung stehen. Hauptsächlich ginge es bei dem Projekt nicht um den Bau neuer Spielstätten, Arenen o.ä., sondern vielmehr um neue Trainingsflächen. Es sei bereits ein modulares Konzept ausgearbeitet worden und die erste Resonanz auf das Projekt sei  bisher mehr als positiv ausgefallen (Freiburg, Freising).

Von Fanseite wurde der Vorwurf laut, dass der Agendaentwurf nicht aus der Feder des DEB stamme. Dies verneinte Hüttl vehement. Er wollte an dieser Stelle keine „Guttenberg-Diskussion“, der Vorwurf sei „totaler Schmarn“. Die Agenda sei vom DEB erstellt. Damit solle auch gezeigt werden, dass der Verband entgegen diverser Stimmen nicht „konzeptlos“ ist. Die Agenda solle Transparenz schaffen, was die Aufgaben des DEB sind und aufzeigen, dass die Agenda sowohl auf sportlichen als auch auf wirtschaftlichen Konzepten basiert.
Jäger meldete sich an dieser Stelle ebenfalls zu Wort. Er erläuterte, dass die Visionen laut Agenda zwar gut seien, die Realität aber entsprechend anders aussähe. Zum Stichwort „Eishallen in Deutschland“ vertrat er die Meinung, dass zunächst die Standorte gesichert werden sollen, die vorhanden sind, bevor weitere Eissporthallen hochgezogen werden. Wichtig sei für ihn, dass eine Förderung der existierenden Clubs stattfinden müsse, insbesondere, damit hier die Nachwuchsarbeit weiter fortgeführt werden könne.
Hüttl räumte an dieser Stelle ein, dass die Probleme im Eishockeysport von unten nach oben und von oben nach unten bestünden und dass nicht alle Probleme gleichzeitig gelöst werden könnten.

Projekte des DEB
Neben dem bereits erwähnten Eishallen-Projekt wurde von Manuel Hüttl das Jubiläum „50 Jahre DEB“ vorgestellt. Ziel sei es, Ende August/Anfang September (1. international break) einen Tag des deutschen Eishockeys zu veranstalten. Hier sollen Vereine die Möglichkeit bekommen, diverse Aktionen zu starten, wobei das Marketingmaterial vom DEB gestellt werden soll. Auch Schulen sollen an dem Tag mit eingebunden werden.
Es gab den Einwurf aus Fanreihen, dass man den Termin ggf. noch einmal überdenken soll. Der Süden hat beispielsweise zu dieser Zeit noch Ferien, was die Einbindung von Schulen äußerst problematisch gestaltet. Zudem gilt die Jahreszeit nicht unbedingt als die Eishockeyzeit schlechthin. Abschließend zu dem Thema wurde von den Fanvertretern die ausdrückliche Bitte in den Raum geworfen, dass die Fans intensiv in die Aktion mit einbezogen werden sollen.

Aktuell: Fanmarsch
Beim Fanmarsch am Samstag gab es diverse Komplikationen. Zum einen wurde die Mitnahme der Fanbanner in die Halle verboten. Zum anderen wurden u.a. Kindern die kleinen Deutschlandfähnchen mit dem Aufdruck „Pro FAN“ am Eingang abgenommen und in den Müll geworfen.
Hüttl reagierte zunächst etwas angefressen, da er es als Vorwurf gegen den DEB auffasste. Er erklärte zunächst, dass der DEB der gesamten Aktion (Fanmarsch, Kundgebung, Fanmaterial) positiv gegenüber stand. Das Problem stellte sich so dar, dass der Organisator des Deutschland-Cups nicht der DEB selbst, sondern die Olympia Park GmbH war. Somit hat die Olympia Park GmbH die Banner verboten. Sie hat die Mitnahme der Fähnchen untersagt. Und das, obwohl der DEB ihr gegenüber klargestellt hat, dass die Aktion befürwortet wird. Hüttl erwähnte, dass man sich ggf. noch einmal hinsichtlich dieser Vorgehensweise mit der Olympia Park GmbH auseinander setzen werde.

NHL-Spieler beim Deutschland-Cup
Von den Fanvertretern kam die Frage auf, wie dieser Faux Pas in Sachen Versicherung für die NHL-Spieler zustande kommen konnte. Harnos gestand, dass der Fehler unter anderem bei den Leuten des DEB lag, wo keiner so richtig über das Thema nachgedacht hat. Die Kommunikation hätte hier nicht gestimmt. Als weiteren Punkt führte er an, dass auch die DEL-Vereine, die die NHL-Spieler z.Zt. beschäftigen, über das Thema hätten nachdenken  und dem DEB auf die Finger hätten klopfen können. Auf Nachfrage, ob man nun den DEL-Vereinen die Schuld in die Schuhe schieben würde, meinte Harnos, dass er dies so nicht gesagt hätte.
[Anmerkung der Redaktion: Doch, genau das hat er getan.]

Fanbeauftragte des DEB
Ein weiterer Kritikpunkt richtete sich gegen die Position der neuen Fanbeauftragten vom DEB. Die Einrichtung einer solchen Ansprechpartnerin in allen Ehren, jedoch hielt sich die Präsenz am D-Cup-Wochenende stark in Grenzen. Jana Mooslechner erklärte zu diesem Punkt, dass sie die Kritik annehme und auch verstehen würde. Sie habe versucht, sich so oft es ihr möglich war in Fannähe aufzuhalten. Allerdings habe sie zu ihrer Aufgabe als Fanbeauftragte noch die Fahrdienstleitung an dem Wochenende zu stemmen gehabt. Auch der DEB hat die Kritik angenommen und versucht in Zukunft, diese Situation zu optimieren.

Gespräche zwischen ESBG und DEL
Laut Jäger muss das Verhältnis mit dem DEB dringend geklärt werden. Bis das geschieht, finden parallel Gespräche zwischen ESBG und DEL statt. Auch am Wochenende des Deutschland-Cups soll Jäger sich mit Verantwortlichen der Deutschen Eishockey Liga zusammengesetzt haben.  Seiner Aussage nach soll die DEL scheinbar Interesse an der ESBG haben. Es stünde außer Frage, dass Förderlizenzregelungen und Freundschaftsspiele zwischen den Ligen wieder eingerichtet werden müssen. Insgesamt sei man hier wohl auf einem recht guten Weg.

Nachwuchsarbeit
Die Frage, die hier im Raum stand, war, ob Verpflichtungen bestehen, Nachwuchsarbeit zu betreiben.  (Stichwort Durchführungsbestimmungen ESBG) Kritisiert wurden u.a. Bremerhaven oder Garmisch. Zwar gibt es in der ESBG die meisten DNL-Mannschaften, die meisten Schülermannschaften und die qualifiziertesten Trainer, dennoch gibt es Mannschaften, die kaum oder keine Nachwuchsarbeit betreiben.
Derzeit gibt es keine Konsequenzen, obwohl die Nachwuchsförderung grundsätzlich als Verpflichtung zu werten ist. Es bleibt abzuwarten, wie sich diese Thematik weiter entwickelt und ob man in Zukunft über finanzielle Ausgleiche nachdenken wird – und diese auch entsprechend durchsetzt.

Landesverbände
Folgende Punkte wurden zum Stichwort „Landesverbände“ von allen Beteiligten festgestellt: Die Landkarte für die Oberligen ist mehr als ungünstig. Die Durchführungsbestimmungen undurchsichtig, nahezu katastrophal. Die Klassenunterschiede der Ligen enorm, auch die Unterschiede in den einzelnen Ligen sehr unbefriedigend. Die Strukturen sind zu bürokratisch. Und es gibt viel zu viele Leute, die etwas zu entscheiden haben.
Zu diesem Thema wurde über die Stimmverteilung diskutiert. Wagner ist wie viele der anderen Anwesenden der Meinung, dass die Landesverbände zu viel Macht ausüben können (Stichwort Auf- und Abstieg zwischen ESBG und Oberligen, direkter Aufstieg, Relegation mit dem zweiten). Zudem sei es mehr als hilfreich, dass jeder LEV seine eigene Satzung hat.
Es wurde die Kommunikation zwischen LEV und DEB angesprochen. Laut DEB soll die Kommunikation funktionieren. Das Thema „Kommunikation LEV-Vereine“ stünde hier auf einem anderen Blatt. Harnos hat am Rande außerdem die Bemerkung fallen lassen, dass man das Ziel verfolge, dass alle Oberligen in Zukunft wieder vom DEB verwaltet werden sollen.

Auf- und Abstieg
Dieses Thema begleitete das gesamte Treffen, da es sich hierbei wohl um das brisanteste aller Themen handelt. Denn Fakt ist: Seit München in die DEL aufgestiegen ist, gab es aus der zweiten Liga keinen Aufsteiger mehr. Der größte Kritikpunkt ist vor allem die Unsicherheit für Verantwortliche und Fans, dass man am Ende der Saison nicht weiß, was in der nächsten Saison, geschweige denn in den nächsten zwei bis drei Spielzeiten passiert. Die zweite Liga hängt zur Zeit zwischen DEL und Oberligen, ohne dass sie sich weiterentwickeln kann. Niemand steigt ab, es steigt aber auch aus der OL niemand auf. Trotz der Tumulte im deutschen Eishockey befindet man sich im Stillstand. Ein weiteres Problem ist die bürokratische Schiene. Jedes Jahr gibt es neue Strukturen. An runden Tischen werden in der Sommerpause Ligenzugehörigkeiten beschlossen. Die Außendarstellung ist durchweg negativ, weil positive Aspekte in der Presse nicht aufgegriffen werden.
Auf die Äußerung von Hüttl, dass man gemeinsam an der Besserung des deutschen Eishockeys arbeiten würde, wurde aus den Reihen der Fans laut, dass mit dem Vertrag bis 2018 entsprechend weitere Probleme festgeschrieben wurden. Harnos verteidigte den Vertrag insoweit, dass dieser so gesehen den Auf- und Abstieg nicht abschaffe, es gäbe halt einfach derzeit keinen.
Alle Beteiligten sehen aber ein, dass es so, wie es jetzt ist, nicht weiter gehen kann und dass im Moment alles sehr chaotisch läuft. Harnos behandelt den Ist-Zustand sogar als „Missgeburt“. Es wurde die Aussage seitens der Fanvertreter getätigt: „Solande der Dachverband nicht als solcher agiert, bleibt es bei dem Chaos!“

[Kommentar: Der Rest der Diskussion zum Thema konnte nicht mehr detailliert protokolliert werden. DEB und ESBG haben sich gegenseitig den schwarzen Peter zugeschoben. Wagner versuchte hier und da, die Kernprobleme darzustellen, wobei dann die Diskussion wieder von vorne losging. Fragen wurden mit dem Ziel beantwortet, der anderen Partei einen einzuschenken. Informationspolitik stand bei der Veranstaltung ab einem gewissen Punkt eindeutig im Hintergrund. Die Fanvertreter wurden Zeuge, warum die Strukturen in einem solchen Chaos versinken. Der eine gönnt dem anderen den Dreck unter den Nägeln nicht, niemand will auch nur einen Millimeter von seinem Standpunkt abrücken. Verträge werden durchgekaut und von allen Seiten beleuchtet. Ohne eine juristische Ausbildung bekommt man in diesem rechtlich-bürokratischen Dschungel namens „Eishockey“ keinen Fuß mehr auf den Boden. Man kann aus Sicht der Fanbeauftragten von Glück reden, dass zu diesem „Narrentreffen“ am 11.11. nicht auch noch Verantwortliche der DEL anwesend waren, sonst hätte die Veranstaltung vermutlich zur Sicherheit aller Beteiligten abgebrochen werden müssen.]

Beim letzten Tagesordnungspunkt 4 wurde man sich einig, dass der nächste Termin für das Fanbeauftragtentreffen am (spielfreien) Samstag, den 09. Februar 2013 – ohne „Podium“ – während der Olympia Qualifikation in Bietigheim-Bissingen auszurichten. Der Termin ist der Tatsache geschuldet, dass man regelmäßigere Treffen als bisher ausrichten möchte.

Jana Mooslechner bedankte sich bei allen Teilnehmern und schloss offiziell die Veranstaltung, um im Anschluss die Spiele des Deutschland-Cups zu besuchen.

Alles in allem kann man das Fazit ziehen, dass es ein sportlich erfolgreiches Wochenende war, an dem der Zusammenhalt der Fans und die Kluft zwischen den Verbänden mehr als deutlich geworden sind. Bezogen auf die verschiedenen Vereinszugehörigkeiten heißt es bei solchen Veranstaltungen auf Fanseite immer wieder „In den Farben getrennt, in der Sache vereint.“ So war es, so ist es und so bleibt es. Denn – fünf Euro ins Phrasenschwein – Eishockeyfans sind faire Fans!

In diesem Sinne, seid „PRO FAN“, wir sind es auch!

Aktualisiert (Dienstag, den 20. November 2012 um 17:55 Uhr)

 

Nach dem Derby kein Gewinner

Trotz der zahlreichen Teilnahme vieler Fans gab es diesmal kein Gewinner!

Wir möchten uns bei allen Fans bedanken, die immer unsere Aktion unterstützen.

 

Der Fanrat

 

Aktualisiert (Mittwoch, den 28. November 2012 um 21:37 Uhr)

 

Der erste Gewinner

Gegen Hannover gab es diesmal einen richtigen Tipp. Der Fan der das Ergebnis richtig getippt hat, heißt Volker W. und kommt aus der Nähe von Bautzen.

Wir möchten allen Fans die unsere Aktion wieder unterstützt haben danken.

Der Fanrat

 

Aktualisiert (Montag, den 19. November 2012 um 18:03 Uhr)

 
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